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Vermietung

Mieterkonto Excel - Kostenlose Vorlage

Mieterkonto mit Saldo, Zahlungseingängen, Mietrückständen und Kautionen übersichtlich in Excel führen – für private Vermieter und Verwalter.

19.07.2026 277 Downloads 4,8/5 Durchschnittsbewertung
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Screenshot 1: Blatt Mieterkonto - Excel-Vorlage mieterkonto saldo führung excel vorlage

Die Mieterkonto-Saldoführung in Excel zeigt für jede Wohnung Sollmiete, Nebenkostenvorauszahlung, Zahlungseingang, Rückstände und aktuellen Saldo. Die Vorlage enthält die Blätter Mieterkonto, Journal Beispiel, Auswertung und Anleitung. Damit erkennen private Vermieter und Verwalter monatlich, ob Mieten vollständig und pünktlich eingegangen sind.

Im Blatt Mieterkonto stehen unter anderem Mieter, Objekt, Wohnfläche, Mietbeginn, Kaltmiete, Nebenkosten-VZ, Warmmiete Soll, Rückstände, Zahlungseingang, Saldo und Kautionsstatus. Bild 1 zeigt die farblich strukturierte Portfolioübersicht mit 16 Spalten; die gelb hinterlegten Eingabefelder lassen sich mit Ihren Objektdaten überschreiben.

Screenshot 1: Blatt Mieterkonto - Excel-Vorlage mieterkonto saldo führung excel vorlage
Abbildung 1: Tabellenblatt „Mieterkonto"

Die wichtigsten Vorteile dieser Excel-Vorlage

  • Mietrückstände sofort erkennen: Der aktuelle Saldo macht sichtbar, bei welchem Mieter Soll und Zahlungseingang nicht übereinstimmen.
  • Alle Mietparteien eines Portfolios stehen in einer Übersicht – im Beispiel fünf Wohnungen mit Kaltmieten zwischen 650,00 € und 980,00 €.
  • Kaltmiete, Nebenkostenvorauszahlung und Warmmiete Soll werden getrennt erfasst; dadurch vermeiden Sie Verwechslungen bei Zahlungseingängen.
  • Die Spalten für Rückstand Vormonate und Zahlungseingang aktueller Monat zeigen, ob ein alter Rückstand durch eine aktuelle Zahlung ausgeglichen wurde.
  • Kautionen lassen sich mit Sollbetrag, erhaltenem Betrag und Status kontrollieren; bei drei Kaltmieten erkennen Sie offene Differenzen schnell.
  • Das Journal Beispiel dient als Muster für eine chronologische Buchungserfassung und erleichtert die Übernahme eigener Zahlungsvorgänge.
  • Die Auswertung verdichtet die Mieterkontodaten für die monatliche Kontrolle, während die Anleitung den Einstieg in die vier Tabellenblätter erklärt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Schritt 1: Öffnen Sie das Blatt Mieterkonto und ersetzen Sie die Beispieldaten durch Ihre Mieter, Wohnungen und Objekte. Lassen Sie die Nummerierung je Datensatz eindeutig.
  2. Schritt 2: Tragen Sie Wohnfläche, Mietbeginn, Kaltmiete und Nebenkosten-VZ ein. Prüfen Sie anschließend, ob die Warmmiete Soll mit der vertraglich vereinbarten Gesamtzahlung übereinstimmt.
  3. Schritt 3: Übernehmen Sie den Rückstand aus dem Vormonat und erfassen Sie den tatsächlichen Zahlungseingang des aktuellen Monats. Verwenden Sie für Zahlungstage das Format TT.MM.JJJJ.
  4. Schritt 4: Kontrollieren Sie den aktuellen Saldo je Mieter. Ein Beispiel: Bei 830,00 € Warmmiete Soll und 750,00 € Zahlung fehlen 80,00 €.
  5. Schritt 5: Erfassen Sie Kaution Soll und Kaution erhalten getrennt voneinander. Eine Kaution von 1.950,00 € bei 650,00 € Kaltmiete entspricht drei Kaltmieten.
  6. Schritt 6: Nutzen Sie Journal Beispiel als Orientierung für einzelne Buchungen und prüfen Sie danach im Blatt Auswertung die zusammengefassten Werte.
  7. Schritt 7: Speichern Sie am Monatsende eine Kopie mit dem Prüfdatum. Lesen Sie bei Rückständen die Anleitung und gleichen Sie die Werte mit Kontoauszug und Mietvertrag ab.
Screenshot 2: Blatt Journal Beispiel - Excel-Vorlage mieterkonto saldo führung excel vorlage
Abbildung 2: Tabellenblatt „Journal Beispiel"

Enthaltene Funktionen

Portfolio-Tabelle Mieterkonto: 16 Spalten für Mieter, Objekt, Wohnfläche, Mietbeginn, Mieten, Saldo, Status, Kaution und letzte Zahlung.
Formatierte Geldfelder mit zwei Dezimalstellen und Eurozeichen für Kaltmiete, Nebenkosten-VZ, Warmmiete, Rückstände, Zahlungseingänge und Kautionen.
Datumsfelder im deutschen Format TT.MM.JJJJ, etwa für Mietbeginn und letzte Zahlung am 03.07.2026.
Journal Beispiel: eine vorbereitete Buchungsansicht, an der Sie die Erfassung von Mietzahlungen und Kontobewegungen nachvollziehen können.
Auswertung: eine separate Übersicht zur Kontrolle der erfassten Mieterkontodaten, ohne die Eingabetabelle mit zusätzlichen Auswertungen zu überladen.
Anleitung: ein eigenes Tabellenblatt mit Hinweisen zur Bedienung und zur vorgesehenen Reihenfolge der Dateneingabe.
Übersichtliche Gestaltung mit türkisen Kopfzeilen, hellen Eingabefeldern sowie grünen und roten Hervorhebungen für eine schnellere Monatskontrolle.

So nutzen Vermieter die Mieterkonto-Tabelle im Monatsverlauf

Der erste Kontrollpunkt ist der Zahlungseingang

Ein privater Vermieter mit einer Eigentumswohnung öffnet die Tabelle am Monatsanfang, sobald die Miete auf dem Girokonto eingeht. Bei einer Kaltmiete von 650,00 € und 180,00 € Nebenkostenvorauszahlung beträgt die monatliche Sollzahlung 830,00 €. Gehen nur 750,00 € ein, bleibt ein Fehlbetrag von 80,00 € im Mieterkonto sichtbar.

Bild 1 zeigt im Blatt Mieterkonto die zentrale Portfoliozeile: Mieter und Wohnung stehen links, danach folgen Wohnfläche, Mietbeginn, Kaltmiete, Nebenkosten-VZ und Warmmiete Soll. Rechts schließen sich Rückstand Vormonate, Zahlungseingang aktueller Monat, aktueller Saldo, Status, Kautionswerte und letzte Zahlung an. Diese Reihenfolge entspricht dem praktischen Prüfweg vom Vertrag bis zum Kontoauszug.

Vom einzelnen Objekt bis zum Mehrfamilienhaus

Ein Eigentümer eines Mehrfamilienhauses mit drei Wohnungen zu jeweils 800,00 € Kaltmiete verwaltet monatlich 2.400,00 € Kaltmiete. Einschließlich 600,00 € Nebenkostenvorauszahlungen sollten 3.000,00 € eingehen. Die Tabelle macht beispielsweise erkennbar, wenn zwei Mieter vollständig zahlen und beim dritten 300,00 € fehlen.

Für den privaten Vermieter ist das besonders vor der jährlichen Nebenkostenabrechnung und bei der Vorbereitung der Anlage V nützlich. Der WEG-Verwalter verwendet die Übersicht dagegen eher ergänzend zur Hausgeld- und Jahresabrechnung: Das Mieterkonto betrifft das Vertragsverhältnis mit dem Mieter, das Hausgeld die Zahlung des Eigentümers an die Gemeinschaft.

Journal und Auswertung trennen die Aufgaben

Bild 2 zeigt das Blatt Journal Beispiel als Muster für die laufende Buchungskontrolle. Bild 3 führt die Daten in der Auswertung zusammen, während Bild 4 in der Anleitung die Bedienlogik erläutert. Diese Trennung ist sinnvoll: Einzelne Zahlungsvorgänge bleiben nachvollziehbar, die Übersicht bleibt für den Monatsabschluss lesbar.

Screenshot 3: Blatt Auswertung - Excel-Vorlage mieterkonto saldo führung excel vorlage
Abbildung 3: Tabellenblatt „Auswertung"

Welche Regeln bei Mietzahlungen, Rückständen und Kaution gelten

Soll und Ist müssen aus dem Mietvertrag kommen

Rechtsgrundlage für die Hauptpflichten ist § 535 BGB: Der Vermieter überlässt die Wohnung, der Mieter zahlt die vereinbarte Kaltmiete. Die Excel-Tabelle ersetzt deshalb keinen Mietvertrag. Sie bildet die vertraglich vereinbarte Sollzahlung ab und stellt sie dem tatsächlichen Zahlungseingang gegenüber.

Bei einer Kaltmiete von 900,00 € und 200,00 € Nebenkostenvorauszahlung beträgt die Warmmiete Soll 1.100,00 €. Überweist der Mieter 1.000,00 €, dürfen Sie nicht automatisch annehmen, dass 100,00 € bei den Nebenkosten fehlen: Prüfen Sie zuerst den Verwendungszweck, mögliche Teilzahlungen und den vereinbarten Fälligkeitstermin.

Rückstände, Betriebskosten und Abrechnung

Für Betriebskostenvorauszahlungen gelten die Vorgaben des Mietvertrags und die umlagefähigen Positionen der BetrKV. Die jährliche Nebenkostenabrechnung muss dem Mieter nach § 556 BGB grundsätzlich innerhalb von 12 Monaten nach Ende des Abrechnungszeitraums zugehen. Bei einem Abrechnungsjahr vom 01.01.2026 bis 31.12.2026 endet diese Frist am 31.12.2027.

Die Saldoführung darf eine Betriebskostenabrechnung nicht pauschal ersetzen. Heizkosten sind nach der Heizkostenverordnung grundsätzlich zu 50 bis 70 % verbrauchsabhängig zu verteilen; die Mieterkonto-Tabelle dokumentiert dagegen vor allem Sollbeträge, Zahlungen und offene Salden.

Kaution getrennt vom laufenden Saldo behandeln

Nach § 551 BGB darf die Mietkaution höchstens drei Nettokaltmieten betragen und kann in drei gleichen Monatsraten gezahlt werden. Bei 700,00 € Kaltmiete sind somit maximal 2.100,00 € geschuldet; bei nur 1.400,00 € Eingang zeigt die Kautionsspalte eine offene Differenz von 700,00 €.

Meine klare Empfehlung lautet: Führen Sie Kaution und Mietrückstand strikt getrennt. Die Kaution ist keine laufende Miete und sollte nicht zur künstlichen Reduzierung des aktuellen Saldos herangezogen werden. Bild 1 unterstützt diese Trennung mit eigenen Spalten für Kaution Soll, Kaution erhalten und Kaution Status.

Wo ein falscher Mietersaldo teuer und streitanfällig wird

Nicht jede Überweisung gehört in den aktuellen Monat

Der häufigste Praxisfehler ist die unklare Zuordnung einer Sammelzahlung. Überweist ein Mieter am 05.07.2026 insgesamt 1.660,00 €, obwohl die monatliche Warmmiete 830,00 € beträgt, kann dies die Zahlung für Juli und August sein – oder Juli plus einen alten Rückstand. Wird der gesamte Betrag als aktuelle Monatszahlung eingetragen, stimmt der Saldo im Folgemonat nicht mehr.

Nutzen Sie deshalb das Journal Beispiel als chronologische Kontrollspur und tragen Sie Datum, Betrag und Zuordnung anhand des Kontoauszugs ein. Ein falsch zugeordneter Betrag von 830,00 € kann bei drei Mietern bereits einen scheinbaren Portfolio-Rückstand von 2.490,00 € erzeugen.

Nicht umlagefähige Kosten gehören nicht ins Mieterkonto

Ein Eigentümer hat in der Praxis schon einmal 420,00 € für Verwaltung und Instandhaltung als Nachzahlung beim Mieter verbucht. Solche Kosten sind regelmäßig nicht als Betriebskosten umlagefähig. Der Mieter kann die Position anfechten; zusätzlich wird die Nebenkostenabrechnung unübersichtlich, wenn Kosten aus dem Hausgeld ungeprüft in das Mieterkonto übertragen werden.

Die bessere Entscheidung ist eine klare Trennung: Im Mieterkonto stehen vertragliche Mietforderungen und tatsächliche Zahlungen, in der Betriebskostenabrechnung nur zulässige und korrekt verteilte Kosten. Bei einer Wohnung mit 70 m² in einem Haus mit 350 m² und 8.400,00 € umlagefähigen Kosten ergibt der Wohnflächenanteil 1.680,00 € – nicht automatisch der Betrag einer beliebigen Hausgeldabrechnung.

Fristen und Verkauf nicht aus den Augen verlieren

Wer die Abrechnungsfrist von 12 Monaten nach § 556 BGB verpasst, kann eine Nachforderung grundsätzlich nicht mehr durchsetzen. Bei fünf Wohnungen und durchschnittlich 600,00 € Nachforderung wären dadurch 3.000,00 € gefährdet. Ein gespeicherter Monatsstand in Bild 3 liefert zwar einen Nachweis der eigenen Kontrolle, ersetzt aber nicht die rechtzeitige Zustellung an den Mieter.

Auch beim Verkauf ist ein sauberer Saldo wichtig: Offene Forderungen, Kautionen und Mietzahlungen müssen zum Übergabetag abgegrenzt werden. Meine klare Präferenz ist eine stichtagsbezogene Kopie des Mieterkontos statt einer nachträglichen Änderung alter Zeilen; so bleiben ursprüngliche Zahlen und spätere Korrekturen nachvollziehbar.

Screenshot 4: Blatt Anleitung - Excel-Vorlage mieterkonto saldo führung excel vorlage
Abbildung 4: Tabellenblatt „Anleitung"

So wird die Mieterkonto-Führung zur festen Monatsroutine

Ein fester Termin verhindert vergessene Rückstände

Legen Sie die Kontrolle auf einen festen Tag, etwa den dritten Werktag jedes Monats. Dann prüfen Sie die Kontoauszüge gegen Warmmiete Soll und Zahlungseingang. Bei zehn Mietern mit durchschnittlich 900,00 € Sollzahlung dauert die Prüfung meist weniger als 30 Minuten, verhindert aber, dass ein Rückstand von 900,00 € erst nach mehreren Monaten auffällt.

Speichern Sie nach jedem Monatsabschluss eine Kopie mit Datum, zum Beispiel Mieterkonto_2026-07.xlsx. Ändern Sie abgeschlossene Monate nicht stillschweigend. Eine Korrektur sollte als neue Buchung im Journal Beispiel erkennbar bleiben, damit der Saldo später gegenüber Mieter, Eigentümer oder Steuerunterlagen erklärbar ist.

Die vier Blätter sinnvoll in den Ablauf einbauen

  • Beginnen Sie im Blatt Mieterkonto mit Sollbeträgen, Zahlungseingängen und Kautionen.
  • Prüfen Sie im Journal Beispiel die Reihenfolge und Zuordnung einzelner Bewegungen.
  • Nutzen Sie die Auswertung am Monatsende für den Gesamtblick auf Rückstände und Status.
  • Schlagen Sie in der Anleitung nach, wenn ein Feld oder eine Darstellung unklar ist.

Bild 1 eignet sich für den täglichen Überblick, Bild 2 für die Belegprüfung, Bild 3 für den Monatsabschluss und Bild 4 als Nachschlagehilfe. Diese Reihenfolge ist effizienter, als jede Zahlung direkt in mehreren Tabellenblättern manuell zu wiederholen.

Wann Excel nicht mehr ausreicht

Bei einem Bestand von drei bis zehn Wohnungen ist die Vorlage meist gut handhabbar, wenn die Kontobewegungen überschaubar bleiben. Ab 30 Mietparteien, mehreren Bankkonten, häufigen Teilzahlungen oder laufenden Mahnprozessen steigt der manuelle Abstimmungsaufwand deutlich.

Dann ist eine Hausverwaltungssoftware mit Bankimport, revisionssicherem Journal, offenen-Posten-Liste und automatischen Fristen die bessere Wahl. Für kleinere Bestände bleibt Excel dennoch sinnvoll, wenn Sie monatlich einen festen Termin einhalten und das Mieterkonto nicht als Ersatz für Mietvertrag, Kontoauszug oder ordnungsgemäße Nebenkostenabrechnung verwenden.

Häufige Fragen zu dieser Vorlage

Über die Autoren
Stefan Wagner
Stefan Wagner Immobilienexperte

Stefan erstellt und prüft die Excel-Vorlagen für die Immobilienbranche. Er sorgt dafür, dass Formeln, Beträge und Abrechnungslogik vor der Veröffentlichung sauber funktionieren.

Nicole Weber
Nicole Weber Redakteurin

Nicole schreibt die Anleitungen und Ratgeber rund um die Vorlagen — verständlich, praxisnah und ohne unnötigen Fachjargon.