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Steuern & Abrechnung

Absetzbare Kosten Vermieter Excel - Kostenlose Vorlage

Excel-Vorlage für Vermieter zur Erfassung absetzbarer Kosten mit Nettoanteil, Vermietungsanteil, Belegstatus und Auswertung für das Steuerjahr 2026.

30.09.2026 459 Downloads 4,8/5 Durchschnittsbewertung
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Screenshot 1: Blatt Kostenerfassung - Excel-Vorlage absetzbare kosten vermieter erfassung excel vorlage

Die Excel-Vorlage für absetzbare Kosten von Vermietern erfasst jede Zahlung mit Belegnummer, Zahlungsdatum, Objekt, Kostenart, Brutto- und Nettobetrag. Sie berechnet den absetzbaren Betrag anhand des steuerlichen Status und des Vermietungsanteils und fasst die Werte für das Steuerjahr 2026 zusammen.

Im Blatt Kostenerfassung tragen Sie bis zu 100 Zahlungsvorgänge in den vorbereiteten Zeilen 4 bis 103 ein. Das Blatt Auswertung zeigt Gesamtkosten, Werbungskosten, fehlende Belege, Kostenarten und Monatswerte; Hinweise erläutert die Zuordnung und wichtige Prüfungen.

Screenshot 1: Blatt Kostenerfassung - Excel-Vorlage absetzbare kosten vermieter erfassung excel vorlage
Abbildung 1: Tabellenblatt „Kostenerfassung"

Die wichtigsten Vorteile dieser Excel-Vorlage

  • Brutto, Umsatzsteuer und Netto werden je Zahlung getrennt erfasst und automatisch berechnet.
  • Der absetzbare Betrag berücksichtigt den steuerlichen Status sowie den eingetragenen Vermietungsanteil zwischen 0 % und 100 %.
  • Die Kostenart wird automatisch einer Werbungskosten-Kategorie zugeordnet, etwa Verwaltungskosten, Versicherungen oder Erhaltungsaufwand.
  • Sie erkennen in der Auswertung sofort die Anzahl fehlender Belege und können Unterlagen vor der Steuererklärung nachfordern.
  • Das Steuerjahr 2026 ist mit dem Zeitraum vom 01.01.2026 bis 31.12.2026 voreingestellt.
  • Die Auswertung zeigt absetzbare Kosten nach Kostenart und nach Zahlungsmonat.
  • Dropdown-Felder für Kostenart, Objektart, Zahlungsart und Ja/Nein-Angaben reduzieren Tippfehler bei der laufenden Erfassung.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Objekt und Eigentümer eintragen: Erfassen Sie Adresse, PLZ, Ort, Eigentümer und Objektart für jede vermietete Einheit.
  2. Zahlung dokumentieren: Tragen Sie Belegnummer, tatsächliches Zahlungsdatum, Zahlungsempfänger und eine aussagekräftige Beschreibung ein.
  3. Kostenart auswählen: Wählen Sie beispielsweise Grundsteuer, Gebäudeversicherung, Hausverwaltung oder Reparatur/Instandhaltung aus dem Dropdown-Menü.
  4. Umlagefähigkeit und Absetzbarkeit prüfen: Beantworten Sie beide Fragen getrennt mit Ja oder Nein. Umlagefähig gegenüber dem Mieter bedeutet nicht automatisch steuerlich absetzbar.
  5. Beträge erfassen: Geben Sie Bruttobetrag, Umsatzsteuer und den Anteil der Vermietung ein. Netto- und absetzbarer Betrag werden in den berechneten Spalten ausgegeben.
  6. Belegstatus pflegen: Kennzeichnen Sie in Spalte T, ob der Beleg vorhanden ist, und ergänzen Sie bei Bedarf eine Notiz.
  7. Auswertung prüfen: Kontrollieren Sie im Blatt Auswertung die Werte für 2026, die Kostenarten und die Monatsübersicht. Bild 1 zeigt die Eingabestruktur, Bild 2 die automatische Zusammenfassung und Bild 3 die Hinweisliste.
Screenshot 2: Blatt Auswertung - Excel-Vorlage absetzbare kosten vermieter erfassung excel vorlage
Abbildung 2: Tabellenblatt „Auswertung"

Enthaltene Funktionen

Das Blatt Kostenerfassung enthält die Spalten Beleg-Nr., Zahlungsdatum, Objektadresse, Kostenart, Absetzbarkeit, Beträge, Vermietungsanteil, Zahlungsart, Belegstatus und Notiz.
Berechnete Felder ermitteln mit VLOOKUP, IF und IFERROR die Kategorie, den Nettobetrag und den absetzbaren Betrag.
Das Dropdown für den Vermietungsanteil akzeptiert Werte von 0 bis 1, die als 0 % bis 100 % formatiert werden.
Die Auswertung verwendet SUMIFS, SUMIF, COUNTIFS, COUNTIF und AVERAGE für Zeitraum-, Kostenarten- und Monatswerte.
Drei Diagramme visualisieren die absetzbaren Beträge nach Kostenart und Zahlungsmonat.
Filter in der Kostenerfassung, fixierte Kopfzeilen ab Zeile 4 und farblich getrennte Eingabe- und Berechnungszellen erleichtern die Arbeit.
Das Blatt Hinweise enthält die Zuordnung von zehn Kostenarten zu Werbungskosten-Kategorien sowie Erläuterungen zu Erhaltungsaufwand, privaten Anteilen und Belegen.

So erfassen Vermieter ihre absetzbaren Kosten im Jahresverlauf

Die Datei ist für den privaten Vermieter mit einer Eigentumswohnung ebenso geeignet wie für Eigentümer eines Mehrfamilienhauses. Wer drei Wohnungen mit jeweils 800 € Kaltmiete vermietet, sammelt im Jahr schnell Grundsteuer, Versicherung, Verwalterhonorar, Reparaturrechnungen und Bankgebühren. Entscheidend ist, jede Zahlung mit ihrem tatsächlichen Zahlungsdatum zu erfassen.

Vom einzelnen Beleg zur steuerlichen Übersicht

Bild 1 zeigt das Blatt Kostenerfassung mit 21 Spalten. Gelbe Felder sind für Eingaben vorgesehen; hellgrüne Felder wie Werbungskosten-Kategorie, Betrag netto und Absetzbarer Betrag werden berechnet. Für einen Verwalter mit zwölf WEG-Einheiten ist die Trennung von Objektadresse und Eigentümer besonders nützlich, weil Rechnungen nicht versehentlich dem falschen Objekt zugeordnet werden.

Ein Beispiel: Eine Gebäudeversicherung kostet 720,00 € und betrifft die Vermietung vollständig. Bei einem Vermietungsanteil von 100 % ergibt die Vorlage 720,00 € als absetzbaren Betrag. Wird ein gemischt genutztes Objekt nur zu 70 % vermietet, werden aus 1.000,00 € entsprechend 700,00 €.

Wann die Erfassung besonders wichtig ist

Der Bedarf entsteht nicht nur zum Jahresende. Erfassen Sie Rechnungen direkt nach der Überweisung, die jährliche Grundsteuer nach dem Bescheid und Reparaturen unmittelbar nach Abschluss. Vor der Steuererklärung mit Anlage V können Sie im Blatt Auswertung (Bild 2) die Werte für 2026 und fehlende Belege kontrollieren. Für die laufende Praxis ist das Zahlungsdatum zuverlässiger als eine lose Sammlung nach Rechnungsdatum.

Screenshot 3: Blatt Hinweise - Excel-Vorlage absetzbare kosten vermieter erfassung excel vorlage
Abbildung 3: Tabellenblatt „Hinweise"

Welche steuerlichen Regeln bei Vermietungskosten gelten

Steuerlich absetzbare Vermietungskosten sind grundsätzlich Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung. Dazu gehören beispielsweise Schuldzinsen, Verwaltungskosten, Versicherungen, Grundsteuer und bestimmte Erhaltungsaufwendungen. Die Vorlage ordnet zehn auswählbare Kostenarten automatisch Kategorien zu; sie ersetzt jedoch keine steuerliche Beurteilung.

Erhaltungsaufwand oder Herstellungskosten

Reparaturen an Heizung, Sanitär, Fenstern oder Elektroanlagen können sofort abziehbarer Erhaltungsaufwand sein. Eine wesentliche Verbesserung, Erweiterung oder erstmalige Herstellung führt dagegen regelmäßig zu Herstellungskosten, die über die AfA nach § 7 EStG verteilt werden. Die lineare AfA beträgt bei Gebäuden ab Baujahr 1925 grundsätzlich 2 % jährlich; für nach dem 31.12.2022 fertiggestellte Neubauten gelten 3 %.

Bei anschaffungsnahen Aufwendungen innerhalb von drei Jahren nach dem Kauf ist die 15-%-Grenze der Gebäudeanschaffungskosten zu beachten. Kostet das Gebäude 250.000,00 €, können 37.500,00 € eine wichtige Prüfschwelle sein. Für laufende Reparaturen ist die Vorlage nützlich; größere Maßnahmen sollten Sie gesondert auf ihren Herstellungscharakter prüfen.

Umlagefähig ist nicht automatisch absetzbar

Die BetrKV regelt umlagefähige Betriebskosten gegenüber Mietern, während das EStG die steuerliche Behandlung bestimmt. Hausverwaltung oder Instandhaltungsrücklage sind deshalb getrennt zu beurteilen. Bei einer Eigentumswohnung von 70 m² kann beispielsweise ein Anteil aus dem Hausgeld steuerlich relevant sein, während Zuführungen zur Instandhaltungsrücklage nicht automatisch sofort abziehbar sind.

Wo die Kostenaufstellung von Vermietern Geld kostet

Der teuerste Fehler ist nicht eine falsche Summenbildung, sondern eine unklare Zuordnung. Werden 2.850,00 € Hausverwaltung vollständig als umlagefähige Nebenkosten behandelt, obwohl Verwaltungskosten nicht einfach auf den Mieter abgewälzt werden dürfen, kann eine Nebenkostenabrechnung über diesen Betrag angreifbar werden. Die Vorlage trennt deshalb Umlagefähigkeit und steuerliche Absetzbarkeit in zwei eigenen Spalten.

Fehlende Belege und falsche Zahlungsdaten

Ein Vermieter mit 40 Buchungen kann am Jahresende leicht fünf Rechnungen ohne Nachweis haben. Im Blatt Auswertung zählt die Vorlage Positionen mit Belegstatus Nein. Fehlt beispielsweise ein Beleg über 480,00 €, ist nicht nur die Prüfung durch das Finanzamt erschwert; auch die interne Zuordnung zu Objekt und Kostenart bleibt unsicher.

Für die Nebenkostenabrechnung gilt nach § 556 BGB eine Abrechnungsfrist von zwölf Monaten nach Ende des Abrechnungszeitraums. Eine Abrechnung für 2025 musste dem Mieter grundsätzlich bis zum 31.12.2026 zugehen. Diese Frist betrifft nicht die Steuererfassung, zeigt aber, warum Belege und Zahlungsdaten laufend gepflegt werden müssen.

Private Anteile und große Maßnahmen

Bei 1.000,00 € Kosten und einem Vermietungsanteil von 60 % sind 600,00 € absetzbar, nicht der volle Rechnungsbetrag. Wer außerdem eine umfassende Modernisierung von 30.000,00 € als sofortige Reparatur einträgt, riskiert eine falsche Steuererklärung. Meine klare Praxisentscheidung: Bei gemischter Nutzung lieber einen nachvollziehbaren Anteil eintragen und größere Baumaßnahmen separat prüfen, statt pauschal 100 % anzusetzen.

So wird die Kostenerfassung zur festen Vermieterroutine

Die Tabelle funktioniert am besten, wenn sie an einen festen Zahlungsablauf gekoppelt wird. Legen Sie zum Monatsanfang nach den Mieteingängen einen Termin von 15 Minuten an und erfassen Sie alle Zahlungen des Vormonats. Bei zehn Belegen dauert die Prüfung mit Belegnummer, Zahlungsdatum und Objekt meist weniger als eine halbe Stunde.

Eine einfache Routine für jedes Objekt

  • Speichern Sie Rechnungen und Kontoauszüge mit derselben Belegnummer wie in Spalte A.
  • Prüfen Sie monatlich den Belegstatus und beschaffen Sie fehlende Nachweise vor dem Jahresabschluss.
  • Kontrollieren Sie bei gemischter Nutzung den Vermietungsanteil, statt ihn dauerhaft auf 100 % stehen zu lassen.
  • Nutzen Sie die Auswertung nach Zahlungsmonat, um ungewöhnliche Ausschläge wie eine Reparatur über 4.000,00 € zu erkennen.

Bild 2 zeigt die Auswertung mit Brutto-, Umsatzsteuer- und Nettosumme sowie den absetzbaren Werbungskosten. Bild 3 enthält die Hinweise und die automatische Zuordnung, etwa Reparatur/Instandhaltung zu Erhaltungsaufwand. Kopieren Sie für ein neues Steuerjahr die Arbeitsmappe und passen Sie Steuerjahr sowie Auswertungsbeginn und -ende an.

Wann Excel nicht mehr genügt

Für ein bis fünf Objekte und ungefähr 100 Belege pro Jahr bleibt die Vorlage übersichtlich. Wenn mehrere Personen gleichzeitig buchen, Mieten überwacht, Mahnungen erstellt oder Dokumente automatisch archiviert werden müssen, ist eine Hausverwaltungssoftware die bessere Lösung. Die Excel-Auswertung bleibt dann als Kontrollliste sinnvoll, sollte aber nicht die einzige Belegablage sein.

Häufige Fragen zu dieser Vorlage

Über die Autoren
Stefan Wagner
Stefan Wagner Immobilienexperte

Stefan erstellt und prüft die Excel-Vorlagen für die Immobilienbranche. Er sorgt dafür, dass Formeln, Beträge und Abrechnungslogik vor der Veröffentlichung sauber funktionieren.

Nicole Weber
Nicole Weber Redakteurin

Nicole schreibt die Anleitungen und Ratgeber rund um die Vorlagen — verständlich, praxisnah und ohne unnötigen Fachjargon.